Madeleine Gay
Madeleine Gay begann ihre berufliche Ausbildung in der Landwirtschaftsschule von Châteauneuf bei ihrem Heimatort Sitten. Anschliessend spezialisierte sie sich in der Landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Changins, wo sie 1981 als ETS-Ingenieurin in Weinbau und Önologie diplomiert wurde. Noch im selben Jahr nahm sie ihre Arbeit bei Provins auf, zunächst im önologischen Labor.
Passioniert vom Weinbau und dem Reichtum des Walliser Terroirs, setzte sie sich von Beginn an für die Förderung der alten einheimischen Rebsorten ein. In diesem Bereich berät sie heute unter anderem die Winzer bei der Neubepflanzung ihrer Rebparzellen.
Fasziniert vom Potenzial spezieller Rebsorten und im ständigen Bestreben, die Qualität zu steigern, führte sie vor einigen Jahren als Anreiz Anbauverträge ein und begann diese Spezialitäten zu vinifizieren, eine Kunst, in der sie bis heute brilliert.
Ihre Hauptverantwortung ist die Betreuung der Cuvées oder Produktlinien Crus des Domaines, Maître de Chais und Grand Métral von der Rebe bis in die Flasche.
Luc Sermier
Luc Sermier (45) ist von der Weinbereitung und -degustation begeistert und arbeitet seit 30 Jahren bei Provins. Er verfügt über ein Diplom der Landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Changins sowie den eidgenössischen Kellermeister-Ausweis.
Mit seinem Team sorgt er für die Vinifikation von 85% der Jahresproduktion der grössten Wein¬baugenossenschaft der Schweiz. Sein neues Sortiment «Les Titans», geschaffen als Hommage an die Erbauer der Walliser Staumauern des 20. Jahrhunderts, wurde seit Anfang 2008 weltweit mit 22 Medaillen ausgezeichnet. Der «Défi Blanc» aus dieser Produktelinie ist beim Grand Prix du Vin Suisse in Zürich soeben zur besten einheimischen «Weisse Assemblagen» gekürt worden.
Der diskrete, zurückhaltende Önologe Luc Sermier drückt sich vor allem über seine Weine aus. Als leidenschaftlicher Ski-Alpinist und Leistungssportler findet er seine Inspiration während des wöchentlichen Trainings. Der Berg hat ihm auch die Eingebung zum «Défi Blanc» gegeben. Und der Berg sorgt auch für das Besondere an diesem Nektar. Er reift nämlich in Barriques im Bauch der Erde, zuhinterst in einem 300 m tiefen Stollen im Val d’Annivers. Noch nie wurde irgendwo auf der Welt ein Grand Cru auf diese Weise ausgebaut.