Winzerei im Wallis
Mit 5259 Hektar verfügt das Wallis heute über die grösste Weinbaufläche der Schweiz. Während die äussersten Punkte vom Ende des Genfer Sees bis nach Visp reichen, zieht sich das Kernland der Weinberge zwischen Martigny und Leuk, beinahe 120 Kilometer weit, über dem rechten Ufer der Rhone hin.

Die Rebstöcke gedeihen hier in einer Höhe von 450 bis 800 Metern, mit einer berühmten Ausnahme: Den Weinbergen von Visperterminen, die sich bis auf 1000 Meter Höhe erstrecken.
Die gesamte Weinbaufläche verteilt sich auf 119.500 Parzellen, mit fast 23.000 Eigentümern, von denen unter 20% als Vollzeitwinzer tätig sind.
Provins verarbeitet den Ertrag von circa 950 Hektar Weinbergen, die über die gesamte Weinbaufläche des Wallis verteilt sind; diese 950 Hektar stellen rund ein Viertel der Walliser Anbaufläche dar.
Heute haben die Gemeinden des Unterwallis ihre Weinbaufläche in drei Zonen aufgeteilt (Zone 1, 2 und 3). 70% dieser Fläche - die besten Lagen, in niedriger Höhe - befinden sich in Zone 1.
Im Wallis herrscht Kontinentalklima. Der Einfluss der Alpen überwiegt. Die Winter sind kalt, mit gelegentlicher Frostgefahr, die Sommer dagegen heiss. Die Jahresniederschlagsmenge ist gering (circa 600 mm). Der Herbst zeigt sich häufig mild und sonnig, wobei der Föhnwind die Reifung der späten Spezialitäten begünstigt.